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Projekte mit Klopfen



Trauma-Arbeit mit Geflüchteten in einer Afa (Auffanglager für Asylsuchende)

2023 - 2024  durfte ich (Susanne) auf Einladung der zuständigen Sozialarbeiterin mit geflüchteten Frauen und Männer aus unterschiedlichsten Nationen und kulturellem/religiösem Hintergrund arbeiten. Die Menschen hatten Großteils schwerste Traumata (Inhaftierung, Mord, Folter,....) erlebt und litten an Posttraumatischen Belastungsstörungen wie Flashbacks, Schlafstörungen, Angstzustände, Vermeidung, Isolation, Freudlosigkeit, .... . Sie lebten in der Flüchtlingsunterkunft in Unsicherheit, wie ihr Leben in Zukunft aussehen würde, teils mit ihren Kindern oder anderen Verwandten und ohne Klarheit, ob ihr Asylantrag bewilligt wird oder teilweise auch mit dem Wissen, dass "ihr Fall" nicht unter die bestehenden Asylrechte fällt.

Für mich war es eine große Bereicherung und Freude zu sehen, wie EFT und Matrix Reimprinting auch in so einer aussichtslosen Situation den Menschen helfen kann. Die Sozialarbeiterin, die bei uns schon eine EFT-Ausbildung absolviert hatte lehrte einige der traumatisierten Menschen das Klopfen bereits vor dem ersten Termin, so dass sie es schon selbst anwenden konnten. So konnte ich oft sehr schnell einsteigen und direkt ihr (schlimmstes) Trauma mit ihnen bearbeiten und transformieren - fast immer mit großem Erfolg (und nie mit einer Verschlechterung oder Retraumatisierung). Die Methode, insbesondere Matrix Reimprinting erwies auch unter diesen erschwerten Bedinungen und entgegen der üblichen Lehrmeinung, dass für Traumabearbeitung viel Stabilität erforderlich ist, als sehr heilsam für die Betroffenen.
Ich bin sehr dankbar für diese außergewöhnliche Erfahrung, dankbar für die wiedergewonnene Lebensfreude der Menschen, deren Symptome zum Teil einfach verschwanden und das nach 1 - 3 Sitzungen von ca. 60 Minuten. Dankbar für die wundervolle Idee von der Sozialarbeiterin mich einzuladen mit "ihren" Geflüchteten zu arbeiten.


Tagesworkshop mit MAITI NEPAL aus Kathmandu

2015 waren elf Mädchen und jungen Frauen in Begleitung ihrer Schulleiterin und einer weiteren Lehrerin mit der KINDERKULTURKARAWANE in Europa unterwegs und dabei auch zu Gast in Idar-Oberstein. Wir haben die Gelegenheit genutzt den Jugendlichen und den beiden Frauen das Klopfen zur Selbstanwendung beizubringen. Dabei stellte sich heraus, dass die Schülerinnen die Methode bereits einmal nach dem Erdbeben mit einer ehrenamtlichen Helferin aus dem Westen praktiziert haben, die an die Schule kam und mit der Klopftechnik deren (traumatischen) Stress bearbeitete. Bei unseren Workshop nutzen die Jugendlichen deshalb vor allem die Gelegenheit, um sich von heftigen Lebenserinnerungen und –umständen zu entlasten.

 

Klopf - RAP mit Kindern und Jugendlichen im Kinderheim

Einen viertägigen Workshop konnten wir mit Kindern und Jugendlichen in einem Kinderheim durchführen. Die Teilnehmenden im Alter von 8 – 19 Jahren studierten mit uns einen Klopf-RAP ein, den Susanne Findler 2016 getextet hat. Musikalisch wurden wir dabei von einer Musiktherapeutin und einem Musiker unterstützt, die zusammen die  Heim-Band leiteten. Die jungen Menschen waren von dem Text, der sie in ihrer Sprache und mit ihren Problemen ansprach sehr angetan. Etwas mehr Hemmungen hatten sie anfangs, die Klopf-Choreographie mitzumachen - zum Glück fanden sich aber auch dafür mutige Voreiter*innen und deren Begeisterung steckte schnell die ganze Gruppe an.

"Den Kinder und Jugendlichen hat es großen Spaß gemacht und sie haben den RAP bei ihrem  Sommerfest und bei der Jubiläumsfeier des Frauennotrufs zum 25-jährigen Bestehen aufgeführt." Kirsten Ritter, Dipl.-Psychologin,  Kinderheim Leisel


Team - Fortbildungen:

Klopfakupressur und Gewaltfreie Kommunikation mit einem Team der Wohnungslosenhilfe

Bei dieser Tagesfortbildung konnten die Teilnehmer*innen  beide Methoden in Grundzügen kennenlernen, um sie zur Selbstfürsorge und Psychohygiene in ihrer stressreichen Arbeit einzusetzen. Die Leiterin des Teams hat inzwischen die gesamte Klopfakupressur-Ausbildung bei uns absolviert und kann somit ihre Mitarbeiter*innen optimal in Krisensituationen unterstützen.


Klopfakupressur und Trauma-Grundlagen für ein Team der Ambulanten Assistenz

2018 wurden wir für eine Fortbildung  in das Team der ambulanten Assistenz - Fachdienst für selbstbestimmtes Leben des freien Trägers Sozialtherapeutische Projekte  e.V.  eingeladen, der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung oder Suchterkrankung anbietet. Der Schwerpunkt des Tages lag in der  Einführung in die Psychotraumatologie  - das Highlight war jedoch das gemeinsame Klopfen. Obwohl die Mitarbeiter*innen von ihrer Teamleitung, die bereits unsere Klopfakupressur-Ausbildung abgeschlossen hatte, schon von Klopfakupressur  gehört haben, waren alle sehr verblüfft von der direkt spürbaren Wirkung. Die Leiterin meldete uns zurück, dass sie in der darauffolgenden Woche direkt zwei Mitarbeiterinnen durch ihre Klopfbegleitung entlasten konnte, die in ihrer Arbeit heftigen Stresssituationen ausgesetzt waren.

"Das Team der Ambulanten Assistenz Morbach bedankt sich bei den Referentinnen für die tolle Fortbildung und freut sich auf den zweiten Teil im Frühjahr 2019." Sarah Peter, Teamleiterin