Trauma
Die Traumaarbeit ist ein Sammelbegriff
für unterschiedliche Ansätze und Methoden zur Überwindung von energetischen,
seelischen und körperlichen Störungen nach traumatisch verarbeiteten Erlebnissen.
Sie dient der Aktivierung bzw. Befreiung der darin gebundenen Lebensenergie.
Der Begriff "Trauma" stammt aus dem Griechischen, bedeutet
so viel wie "Wunde", „Verletzung“, „Niederlage“ und wird im medizinischen
Sinn für eine körperliche Verletzung verwendet. Daher gibt es die klinische
Differenzierung in "Psychotrauma", wenn es sich um eine seelische Verletzung
handelt. Da umgangssprachlich aber meist nur von „Trauma“ gesprochen wird,
werden wir nachfolgend diese Kurzform verwenden.
Wie entsteht ein Trauma?
Ein Trauma entsteht durch ein Ereignis, das den Menschen
so überfordert, dass es mit den normalen und bisher gelernten Bewältigungsstrategien
nicht verarbeitet werden kann.
Wenn Menschen mit einer lebensbedrohlichen oder auch nur
scheinbar lebensbedrohlichen Situation konfrontiert sind, können die wenigsten
noch rational denken, sondern sie werden durch einen alten Teil ihres Gehirns
„gesteuert“, das limbische System. Es erfolgen in Sekundenschnelle eine Vielzahl
von Reaktionen, die den Körper auf Kampf oder Flucht vorbereiten sollen:
Hormone werden ausgeschüttet und das autonome Nervensystem wird aktiviert,
was u.a. zur Beschleunigung der Atmung und der Herzfrequenz führt. Kann die
Person aber weder fliehen noch kämpfen - in vielen Situationen ist das einfach
gar nicht möglich - so tritt automatisch ein Zustand ein, der als so genannter
„Totstellreflex“ (Tonic Immobility) bezeichnet wird und in dem die Person
wie erstarrt ist, sich selbst als völlig hilf- und schutzlos erlebt.
Gleichzeitig kann dieser Zustand auch mit einer veränderten Wahrnehmung
der Realität einhergehen, Zeit-, Schmerz- und Angstgefühl verschwinden lassen
und/oder sorgen für „Out of body-Erfahrungen“.
Wie wird ein Trauma verarbeitet?
Im limbischen System gibt es zwei miteinander verbundene
Bereiche, die bei der Speicherung von Erinnerung eine zentrale Rolle spielen:
Hippokampus und Amygdala. Während einer traumatischen Bedrohung wird die
Aktivität des Hippokampus oft unterdrückt, was dazu führt, dass das Erlebnis
zeitlich und räumlich nicht adäquat eingeordnet und verarbeitet werden kann.
Dagegen ist die Amygdala, die für die Verarbeitung von Erinnerungen mit starken
Affekten zuständig ist, stark aktiviert. Die Amygdala kann das Erlebte aber
weder zeitlich noch räumlich einordnen, so dass es nicht in die Lebensgeschichte
integriert werden kann. Dies wiederum kann dazu führen, dass die betroffene
Person zukünftig durch sogenannte Trigger (Auslöser) immer wieder in starken
Stress gerät, der von Übererregung, Dissoziation bis hin zum Flashback (Wiedererleben
des Traumas) reicht.
Beruhigt sich der Organismus im Laufe der nächsten Tage
oder Wochen nach einem als traumatisch erlebten Ereignis nicht von selbst,
so wäre es sinnvoll, stabilisierende und entkoppelnde Maßnahmen durchzuführen,
um langfristige Folgeschäden zu vermeiden.
Mögliche traumaspezifische Folgen
Typische Symptome, die auch zu der Diagnose „Posttraumatische
Belastungsstörung“ (PTBS) führen können, sind:
- Wiederkehrende, aufdrängende
Bilder, Körperempfindungen, Sinneseindrücke, Alpträume weg und/oder Flashbacks,
die immer wieder an die schreckliche Situation erinnern.
- Vermeidungsverhalten, als Versuch das Erlebte zu verdrängen,
was häufig auch zu sozialem Rückzug führt.
- Eingeschränkte Reagibilität, womit die Entfremdung
und Isolation von Bezugspersonen und Alltag, eingeschränktes affektives Erleben,
Freudlosigkeit, innere Leere, Hoffnungslosigkeit bis hin zur Depression,
(Überlebens-) Schuldgefühle und Grübelzwang gemeint sind.
- Nervliche und körperliche Übererregtheit, was u.a.
zu Schlafstörungen, Reizbarkeit, Anspannung, Wutausbrüchen, Schreckhaftigkeit,
Angstzuständen, übermäßigem Kontrollbedürfnis, selbstschädigendem impulsiven
Verhalten und vegetativen Störungen, wie Herzklopfen, Schweißausbrüche und
Zittern führen kann.
- Emotionale und soziale Folgen können sich u.a. auch
in wenig Selbstwertgefühl, Schwierigkeiten Grenzen zu setzen und Vertrauensverlust
in andere Menschen niederschlagen.
Das Suizid-Risiko ist bei Menschen mit einer posttraumatischen
Belastungsstörung um ein Achtfaches erhöht, wobei die Art der Traumatisierung
und die damit verbundene gesellschaftliche Anerkennung mit Sicherheit eine
Rolle spielt. Menschen, die durch einen Unfall oder eine Naturkatastrophe
traumatisiert werden, erfahren von ihrer Umgebung meist mehr Empathie als
Menschen, deren Trauma durch sexualisierte Gewalt entstanden ist, da häufig
den Betroffenen eine Mitschuld unterstellt wird. Mitgefühl ist jedoch ein
wesentliches Kriterium für die Chance, dass eine sehr belastende Situation
nicht als Trauma abgespeichert wird, sondern integriert werden kann.
Auch die Gefahr von Betäubungsmitteln aller Art, abhängig
zu werden, ist um ein Vielfaches gesteigert.
Einzelsitzungen zu Traumarbeit
Der Begriff Traumaarbeit soll deutlich machen, dass es sich
dabei um einen Prozess handelt, in dem es unabdingbar ist, dass die betroffene
Person aktiv mitarbeitet, um eine Veränderung zu bewirken. Ein Trauma kann
nicht passiv von außen geheilt werden. EFT und andere energetische Verfahren
werden in den Sitzungen sowohl zur Distanzierung, Stabilisierung, Entstressung
von Triggern (Auslösern), als auch zum Entkoppeln des traumatischen Stresses
genutzt.
Erste Schritte in der Sitzung:
Im Mittelpunkt stehen Sie - Ihre Fragen und ihre Zielvorstellungen.
Wichtig ist, dass Sie sich wohl und sicher fühlen und die
Beziehungsebene stimmt.
Erst dann wird abgeklärt, was genau vorgefallen ist und
was sich nach der traumatisch erlebten Situation verändert hat. Gefragt wird
dabei nur so viel, wie unbedingt nötig ist, um das Ereignis einschätzen zu
können. Ein ausführliches Erzählen wird verhindert, da dies zu Retraumatisierung
führen kann. Die Informationen sollen Ihnen und uns bei der Einschätzung
helfen, ob das betreffende Ereignis im Gehirn überhaupt traumatisch verarbeitet
wurde oder ob es sich "nur" um eine "normale" energetische Störung im Energiesystem
(im Sinne der energetischen Verfahren) handelt.
Liegt eine entsprechende Psychotraumatisierung vor, wird
im weiteren Gespräch mit Ihnen geklärt, an welchem Punkt der Heilung und
Integration des schlimmen Ereignisses Sie sind. Dazu gehört auch, dass wir
uns zusammen einen Überblick über die materiellen und persönlichen Ressourcen
verschaffen und bei Bedarf unterversorgte Aspekte stärken oder einen Grundstein
zu legen für eine neue Kraftquelle (z. B. neues Hobby, Wohnungswechsel, eine
Kur machen,...).
Des weiteren klären wir mit Ihnen zusammen, ob die EFT-Technik
und/oder andere Verfahren im Moment dafür eingesetzt werden können, das traumatisch
verarbeitete Erlebnis Schritt für Schritt zu „entschärfen“ und in die eigene
Lebensgeschichte zu integrieren oder ob die Techniken zuerst für eine allgemeine
Stabilisierung eingesetzt werden sollen.
Weitere Bestandteile unserer Traumaarbeit sind:
- Vermittlung von Trauma-Fachwissen
(Entstehung, verschiedene Auswirkungen, neurobiologisches Wissen, Begriffe
wie Trigger, Flashback, Dissoziation oder PTS-Symptome)
- Therapeutische
Grundhaltung: empathisch, wertschätzend, parteilich
- Vermittlung von EFT und anderen energetischen Verfahren
für die Selbstanwendung
- Stärkung von Ressourcen und Grenzen
- Entstressungs-, Distanzierungs- und Stabilisierungstechniken
(Imaginations-, Körper-, kinesiologische und Energieübungen)
- Traumabearbeitung mit EFT und anderen Verfahren aus
der Traumaarbeit bei genügend Stabilität
- Integration des Erlebten in das Lebenskonzept
- Neuorientierung und Neuausrichtung (u.a. Zielfokussierung,
kinesiologische Balancen, Focusing mit "Anker")
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