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Emotional Freedom Techniques™

Geschichte über EFT - Wie funktioniert EFT? - Warum funktioniert EFT? - Anwendungsbereiche

Einführung

Kennen Sie das auch, dass der „Problem – Rucksack“ auf Ihrem Rücken immer schwerer wird im Laufe Ihres Lebens?
Wir tragen all unsere negativen Lebenserfahrungen wie in einem Rucksack mit uns herum.
Die positiven Erfahrungen sind dagegen wichtige Ressourcen, die uns die Kraft geben, unseren „Problem-Rucksack“ mit dem schweren und unnötigen Ballast der negativen Erfahrungen zu schleppen.
Die meisten der alten unangenehmen Erinnerungen sind immer noch mit belastenden Emotionen verbunden. Häufig sind sie nicht mehr so heftig wie damals, als es passiert ist, aber oft noch stark genug um ihren Rucksack schwerer zu machen als nötig wäre. Doch es sind nicht die unangenehmen Erinnerungen an sich, die das Gewicht in Ihrem Rucksack ausmachen, sondern die Belastung kommt durch den damit verbundenen emotionalen Stress.


Problem Rucksack im Leben

Diese emotionale Belastung kann mit EFT auf sehr einfache und schmerzfreie Art gelöst werden!
Überlegen Sie mal, wie voll IHR Rucksack ist:
Wenn er schon sehr voll ist, so passt nicht mehr viel rein und ein belastendes Lebensereignis kann „das Fass zum Überlaufen bringen“. Vielleicht gehören Sie auch zu der Sorte Menschen, die sich einen immer noch größeren Rucksack besorgen - bis sie eines Tages an der Last zusammenbrechen.

Mit EFT haben Sie die Möglichkeit, Steinchen für Steinchen oder Backstein für Backstein herauszuholen und emotional zu entkoppeln. So können Sie wesentlich leichter durchs Leben gehen und auch neue belastende Erfahrungen verkraften, die sich nun mal nicht vermeiden lassen und auch zum Leben dazu gehören.

Entstehungsgeschichte von EFT

EFT steht für „Emotional Freedom Techniques™“, was auf deutsch „Technik der emotionalen FreiheitTM“ heißt und ist eine hochwirksame und trotzdem leicht zu erlernende Entstressungstechnik, die von dem Amerikaner Gary Craig in dieser Form entwickelt wurde. EFT wird manchmal auch als Klopf-Akupressur oder Meridian Energie Technik (MET) bezeichnet.

Die Wurzeln von EFT liegen in der Entdeckung des menschlichen Energiesystems vor etwa 5000 Jahre in China. Erste Aufzeichnungen darüber sind ca. 4500 Jahre alt und stammen von Huang Ti, der die Meridiane erforschte und aufzeichnete. Aus dem Wissen über das körpereigene Energiesystem entwickelte sich in China die Akupunktur, bei der bestimmte Meridianpunkte meist durch Nadeln stimuliert werden.

In Europa war in den 1890er Jahren ein Verfahren weit verbreitet, das damals als „Hypnose“ bezeichnet wurde. Es bestand hauptsächlich darin, Gesicht und Körper des Klienten zu beklopfen und ihn die Augen hin und her bewegen zu lassen. An der Spitze praktizierte der jüdische Arzt Sigmund Freud, der damals Weltruhm damit erlangte. Ein Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts in England erschien und dessen Geschichte davon handelte, dass ein Arzt durch Hypnose ein Mädchen gefügig macht und missbraucht, sorgte für eine Massenhysterie und alle Ärzte, die ihren guten Ruf nicht verlieren wollten, nahmen schnellstens Abstand von der „Hypnosetechnik“.

In den 80’er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts entdeckte der klinische Psychologe Dr. Roger Callahan, der sich zu dieser Zeit gerade in angewandter Kinesiologie (AK) fortbildete, dass sich beim Klopfen des Magenmeridianpunktes die fast lebenslange Wasserphobie seiner langjährigen Klientin plötzlich auflöste. Er entwickelte daraus die „Thought Field Therapy“ (TFT), bei der bestimmte Energiepunkte auf den Meridianbahnen mittels Klopfen (engl.: tapping) stimuliert werden, um dadurch emotionalen Stress aufzulösen.

Gary Craig, ausgebildet als Ingenieur und Leistungstrainer, lernte TFT bei Dr. Roger Callahan und vereinfachte das Verfahren, so dass es als Selbsthilfemethode von allen Menschen - auch ohne therapeutischen Hintergrund - leicht erlernt werden kann.

Bahara Zschernack EFT Kurs

Bahara Zschernack im EFT-Kurs


Wie funktioniert eine EFT- Behandlung?

Eine EFT-Behandlung besteht aus drei Hauptsequenzen:

Zuerst wird eine kurze Einstimmungsübung gemacht um evtl. energetischen Blockaden entgegen zu wirken.
Danach werden vierzehn Meridianpunkte nacheinander mit den Fingerkuppen leicht beklopft. Dabei wird das Problem, das gelöst werden soll bei jedem Punkt benannt, z.B. "meine Angst Auto zu fahren, meine Angst Auto zu fahren, meine Angst ..."
Zuletzt wird eine Übung durchgeführt, die die rechte und linke Gehirnhälfte verschaltet, damit ein optimales Arbeiten möglich ist.

Meist braucht es mehrere Durchgänge bis die emotionale Ladung des Problems komplett gelöst ist, oft tauchen auch andere Aspekte des Problems auf, die dann mit der gleichen Abfolge behandelt werden.

Warum funktioniert EFT?

In der klassischen Psychotherapie wird angenommen, dass negative/ unangenehme Emotionen von negativen Ereignissen kommen und immer, wenn wir uns daran erinnern treten die negativen Emotionen wieder auf.

Erinnerung > Emotion

Beispiel:
Jolanda fühlt sich jedes Jahr, wenn es auf Weihnachten zugeht zunehmend angespannt, am Weihnachtsabend steht sie immer wie neben sich, obwohl ihr ihre heutige Lebenssituation keinen Anlass dazu gibt.

Der konventionelle Therapieansatz läge nun darin, nach dem auslösenden Ereignis (in der Kindheit) zu suchen, sich an das unangenehme Erlebnis bewusst zu erinnern, es zu analysieren und verstehen. Das heißt aber auch sich intensiv damit beschäftigen zu müssen und was je nach Thema sehr angstbesetzt und schmerzhaft sein kann.
Bei Phobien (z.B. Angst vor dem Fliegen) gilt die „systematische Desensibilisierung“ der Verhaltenstherapie als erfolgreich. Dabei wird die betroffene Person so lange langsam an die angstbesetzte Situation gewöhnt, bis diese keinen Stress mehr verursacht oder sie wird der angstbesetzten Situation solange ausgesetzt (beliebte Therapie bei Flugangst) bis sie so erschöpft ist, dass sich das System ergibt.

Die energetischen Verfahren der neueren Psychologie, zu denen auch EFT gezählt wird, gehen dagegen davon aus, dass ein negatives Ereignis eine Störung im Energiesystem verursacht und diese wiederum die Ursache für die unangenehme Emotion ist. Das heißt, immer wenn wir an das negative Ereignis erinnernd werden wird die Störung im Energiesystem aktiviert, was sich dann als unangenehme Emotion oder als psychischer bzw. körperlicher Schmerz äußert.

Erinnerung > Störung im Energiesystem > unangenehme Emotion

In Folge dieser Grundannahme wird bei EFT nicht die Ursache des Problems gesucht, sondern es wird in erster Linie an der Störung im körpereigenen Energiesystem, die durch das belastende Ereignis ausgelöst wurde, gearbeitet.
Wenn die Störung im Energiesystem durch die EFT - Klopfbehandlung aufgelöst wurde kann die Meridianenergie wieder frei fließen. Das negative Ereignis kann dann zwar weiterhin erinnert werden, aber es ist von den unangenehmen Emotionen dauerhaft entkoppelt.

EFT wirkt, ohne dass man noch mal den Schmerz aushalten muss, ist nachhaltig und bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Syrie Findler EFT Kurs

Syrie Findler am Flipchart


Anwendungsbereiche:

EFT wird häufig auf emotionale und körperliche Probleme angewandt.
Es kann aber auch ressourcenstärkend und gesundheitsfördernd eingesetzt werden oder um bestimmte Ziele zu erreichen wie z.B. Leistungsverbesserung in Schule, Arbeit, Sport.

Einige Beschwerden, die mit EFT behandelt werden können:

  • Stress und emotionale Belastungen z.B. durch Angst, Wut, Trauer, Eifersucht, Neid, Scham, Schuldgefühle

  • Ängste und Phobien z.B. Angst vor Tieren, Aufzug fahren, Zahnarzt, Reden halten, weiten Plätzen, engen Räumen, Höhe, Tunneln, Prüfungen

  • Glaubenssätze und Überzeugungen, die Sie daran hindern, Ihr Leben so zu gestalten wie Sie es möchten z.B. „aus mir wird nie was werden“; „ich bin nicht gut genug“; „das Leben ist hart“; „ich verdiene es nicht glücklich zu sein“

  • psychische Probleme z.B. depressive Verstimmung, Sucht, Zwänge, Ticks, wenig Selbstwert, sexuelle Probleme, Konzentrationsschwierigkeiten

  • körperliche Beschwerden, die emotional bedingt sind, wie z.B. Migräne, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Hautjucken, Heuschnupfen, Allergien, somatoforme Störungen

  • belastende Erinnerungen bis hin zu traumatischen Erfahrungen, posttraumatischer Stress oder posttraumatische Belastungsstörungen nach Unfall, Überfall, Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch,...


    EFT eignet sich sowohl zur Selbstanwendung, als auch für den Einsatz in therapeutischen Sitzungen und lässt sich gut mit anderen Methoden aus Therapie und Selbsthilfe verknüpfen.


    EFT anwenden bei anderen Personen

    Laut deutscher Rechtsprechung dürfen nur Personen, die über eine staatliche Heilerlaubnis verfügen, das sind ÄrztInnen, HeilpraktikerInnen, PsychotherapeutInnen und HeilpraktikerInnen (Psychotherapie) „Störungen mit Krankheitswert“ bei anderen Personen diagnostizieren und behandeln.


    EFT als Therapie

    Die Behandlung komplexer Probleme oder schwerer psychischer Störungen sollte mit Hilfe professioneller Begleitung durch eine EFT – Therapeutin/ einen EFT – Therapeuten erfolgen und/oder in Absprache mit dem Arzt/der Ärztin.